Frauenhäuser – Gemeinsam für mehr Schutz für gewaltbetroffene Frauen

06.12.2019
Pressemitteilung

Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. 

Betroffen sind Frauen in allen sozialen Schichten. Um häusliche Gewalt wirksam zu bekämpfen und sicherzustellen, dass die Förderung vor Ort ankommt und umgesetzt wird, ist die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen sowohl im Bund, in den Ländern als auch in den Kommunen erforderlich.

Der Bund unterstützt ab Januar 2020 erstmalig den Ausbau von Hilfseinrichtungen mit einem Bundesinvestitionsprogramm. 120 Millionen Euro sind ein wichtiger Schritt, um Frauenhäuser und Beratungsstellen handlungsfähiger zu machen. Im Bundeshaushalt 2020 sind mit dem Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ in den Jahren 2020 bis 2023 jährlich 30 Mio. Euro für den Aus-, Um- und Neubau sowie die Sanierung von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen vorgesehen. „Das ist ein gutes Signal und wichtiger Schritt, um die Infrastruktur der Versorgung gewaltbetroffener Frauen weiter auszubauen und Hilfsangebote sicherstellen zu können“, so Dr. Tebroke.

Auch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat die Förderung für Frauenhäuser ausgeweitet. Insgesamt werden 64 Frauenhäuser in NRW vom Land bezuschusst – die Zahl der Plätze in diesen Häusern hat sich somit von 38 auf 609 erhöht. Darüber hinaus soll bis 2022 die Anzahl der Schutzplätze für Frauen in Frauenhäusern um mindestens 50 erhöht werden.Das freut auch die Kreisvorsitzende der Frauen Union des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Dennoch steht im gesamten Rheinisch Bergischen lediglich ein Frauenhaus zur Verfügung. Wir setzen uns daher aktiv dafür ein, dass Frauenhäuser als tragende Säule des Opferschutzes besser gefördert werden und gewaltbetroffenen Frauen vor Ort schnell und zuverlässig geholfen werden kann“, so Vera Rilke-Haerst.